GRÜN-Alternative LISTE LEIMEN

 
 
 

Soziale Stadt Leimen

Wie kann die soziale Situation in Leimen verbessert werden?

  • Armut und Ausgrenzung verhindern
  • Kinder- und Jugendarbeit stärker fördern
  • für ein behinderten- und altengerechtes Leimen sorgen
  • verstärkte Integrations- und Sprachförderung
Mein Leimen vernetzt sich.

In einer Studie der Bertelsmannstiftung (Wegweiser Kommune ) wird belegt, dass Leimen im Vergleich zu Wiesloch, Walldorf und Sandhausen mit 14,5% Kinderarmut (2006) an der Spitze lag. Das bedeutet: jedes siebte Kind in Leimen war 2006 von Armut betroffen. In vielen Kommunen wird oder wurde eine umfassende Analyse der sozialen Lage erstellt. Auch in Heidelberg wurde 2008 ein „Bericht zur sozialen Lage“ veröffentlicht.
Um Armut und Ausgrenzung zu verhindern, braucht Leimen eine Analyse seiner sozialen Situation.
An Hand solch einer Analyse können Hilfsstrukturen und Netzwerke entstehen, Bürgerinnen und Bürger für das Thema „Armut“ sensibilisiert werden und bürgerschaftliches Engagement in diesem Bereich gefördert werden. Der erste konkrete Schritt wäre, eine Gesamtstrategie kommunaler Familienpolitik zu entwickeln.

Die bestehende Kinder- und Jugendarbeit in den Jugendtreffs „Basket“ in Zusammenarbeit mit dem Friedrichstift Leimen muss ausgebaut werden. Da es für Leimener Kinder und Jugendliche sonst keine offene Jugendarbeit gibt, hat Basket höchste Priorität.
Nach Ansicht von Frank Hein, Leiter des Basket-Teams, gibt es noch etliches zu tun:
„Basket I“ fehlt im Außenbereich eine Sportanlage mit Fußball- und Beachvolleyballfeld und Proberäume für Musikbands. „Basket II“ braucht eine umfassende Renovierung, besser noch einen Umzug in größere Räume und eine Räumlichkeit für Jugendliche ab 18 Jahren.
Im „KiJuWa“ ist eine sportliche Aufwertung des Außenbereichs notwendig.

Schulsozialarbeit
Durch eine Umfrage der beiden Schulsozialarbeiter Frank Genthner und Kai Lixfeld an der Turmschule Leimen und der Geschwister-Scholl-Schule St.Ilgen wurde ganz deutlich: die Schüler brauchen die Sozialarbeiter als Ansprechpartner bei Problemen in der Schule oder im Elternhaus.
Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige, effektive und effiziente Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe. Gezeigt haben die Ergebnisse auch, dass die beiden Vollzeitstellen nicht ausreichen und zwei Sozialarbeiter pro Schule notwendig wären. Auch eine weibliche Fachkraft für die weibliche Schülerschaft fehlt.
Wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder und Jugendlichen „rumhängen und Unsinn treiben“, müssen wir uns mehr um ihre Bedürfnisse und Belange kümmern.

Integration von behinderten Kindern in Kindergarten und Schule.
Die Integration behinderter Menschen ist in unserer Gesellschaft Konsens. Theoretisch. Praktisch sieht man behinderte Kinder in Deutschland weder auf der Straße, noch auf den Spielplätzen oder in Sportvereinen. Mehr als die Hälfte der behinderten Kinder in Deutschland sind in keinem Kindergarten untergebracht. Die meisten von ihnen besuchen dann ab dem 6. Lebensjahr Förderschulen, in denen sie ganztags unterrichtet und versorgt werden. So haben sie zehn bis zwölf Jahre lang bis zum Ende der Schulzeit kaum noch Kontakt zum Alltagsleben der Gesellschaft. Die Gesellschaft, in die sie nun integriert werden sollen, ist für sie eine fremde Welt. Und umgekehrt: Die meisten reagieren unsicher und irritiert, wenn sie auf behinderte Menschen treffen. So wird Integration nicht gefördert, sondern behindert.
Wie hoch ist in Leimen der Bedarf an Kindergartenplätzen für behinderte Kinder ? Gibt es in Leimen Kindergärten, die personell und von der Ausstattung her in der Lage sind, dies zu leisten? Gibt es in Leimener Schulen Platz für behinderte Grundschüler?
Auch zu diesen Aufgabenstellungen gibt es vereinzelte Ideen und Ansätze, die Gesamtschau und ein zielgerichtetes Vorgehen aber fehlen.

Kinder + Senioren

„Hand in Hand“-Perinatales Präventionsnetz im Rhein-Neckar-Kreis

Was ist das? Nach der Geburt kennt jede Mutter den sogenannten „Babyblues“.Durch die Hormonumstellung im Körper und den Bewältigungsstress neuer ungewohnter Aufgaben durch das Baby kommt es zur Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach einiger Zeit wird von vielen Müttern diese Herausforderung gemeistert, aber aus verschiedenen Gründen bei 10-20% der Mütter nicht. Diese Mütter brauchen fachliche Hilfe, da es beim Abgleiten in eine Depression zu dramatischen Situationen für das Baby kommen kann. Um in diesen Fällen Hilfe anbieten zu können, hat der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Kreis-Jugendamtes in Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis ein multiprofessionelles Kompetenznetz aufgebaut, mit entsprechendem Schulung von Hebammen, Ärzten, Therapeuten und Kliniken.

Welche Hilfsangebote gibt es? Die ersten Ansprechpartnern bei Problemen sind natürlich die Frauen- oder Kinderärzte, die bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes Hausbesuche der Hebamme verordnen können. Das Krankenhaus Schwetzingen bietet eine Müttergruppe “Von Anfang an….“ an (Montags von 11-12 Uhr, Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Wild, Tel. 06202 848020). Eine ehemals betroffene Mutter hat die die Selbsthilfegruppe „Wiegeschritt“ gegründet, die mit fachlicher Begleitung durch eine Ärztin Hilfe anbietet (www.wiegeschritt .de, Frau Bopp, Tel. 06202-56760).

Bei akuter psychischer Erkrankung (Depression) der Mutter hilft auch das PZN Wiesloch weiter – auch abends und am Wochenende durch den diensthabenden Arzt (Tel. 06222-550 / Pforte). Bei Notsituationen des Kindes kann über den Notruf 112 der Feuerwehr auch außerhalb der Sprechzeiten ein Jugendamtsmitarbeiter erreicht werden.

Die Stadt Wiesloch geht einen Schritt weiter und bietet für jeden neuen Erdenbürger mit dem Begrüßungsanschreiben des Oberbürgermeisters einen Besuchsdienst an. Diesen Besuchsdienst teilen sich 5 Mütter, davon eine mit türkischer Herkunft, die aus geeigneten Berufen kommen (Hebamme, Sozialpädagogin, Heilerziehungspflegerin…) und geschult wurden. Das so aufgebaute Vertrauensverhältnis hilft bei etwa auftretenden Problemen von Mutter und Kind rechtzeitig Lösungen zu finden. Das Projekt wird vom Rhein-Neckar-Kreis und vom PZN Wiesloch unterstützt. (Kontakt: Susanne Keppler, Dipl.-Sozialpädagogin , Natalie Baranski Psychologin www.hand-in-hand-rheinneckar.de)

Zum Netzwerk Hand-in–Hand gehört seit Oktober 2008 gehört auch das Forum “ Kinder psychisch kranker Eltern“, die bereits den Ratgeber „Wie geht es eigentlich den Kindern – Kinder psychisch kranker Eltern“ erstellt haben.

Aus der Sicht der GALL sollte auf jeden Fall weiterverfolgt werden, wie sich der Besuchsdienst in Wiesloch bewährt, mit dem Ziel, ihn dann auch in Leimen einzuführen

Kinder und Gesundheitsförderung

„Laufender Schulbus“ ist eine Initiative des Gesundheitsamtes im Landratsamt HD von Frau Dr. Schuler:Schüler treffen sich morgens zum gemeinsamen Schulweg. Vorher werden sogenannte Haltestellen vereinbart, die dann zu festgelegten Zeiten von der Gruppe angesteuert werden. Als „Busfahrer“ wechseln sich Eltern zur Begleitung ab. Die Schüler kommen wach und frohgelaunt in die Schule. Das Chaos der zu- und abfahrenden PKW in der Turmstraße kann merklich reduziert werden. Unser Meinung nach ein gute Initiative, wenn sich Eltern zur Begleitung zur Verfügung stellen, bis die Schulanfänger den Schulweg selber bewältigen können.

“Stadt will Familien in die Sportvereine locken“. Mit diesem Ziel hat die Stadt Heidelberg gemeinsam mit den Sportvereinen ein „Familiensport-Gutscheinheft“ zusammengestellt, das vor allem bedürftigen Familien entgegenkommt und seit Februar in allen Bürgerämtern und Kitas der Stadt ausliegt. Verschiedene Schnupperkurse in zahlreichen Sportarten sollen kostenlos zum Mitmachen anregen. Die GALL meint, auch in Leimen wäre das ein gutes Mittel zur Gesundheitsförderung und für ein besseres Miteinander.

Bewegungsparcours auch in Leimen – nicht nur für Senioren

Ein 3000 m langer, ausgeschilderter Rundkurs lädt die Heidelberger Senioren in vielen Stadtteilen zum täglichen Spaziergang ein, auch mit der Familie und mit Gleichgesinnten . Probelaufen ist in den Stadtteilen Rohrbach und Emmertsgrund möglich.( www.heidelberg.de)

Nach dem Motto „Der nächste Frühling kommt bestimmt“ hier unser erster Vorschlag für Leimen:

  • vom Comenius-Kindergarten, Rostocker Weg 22, auf dem Wirtschaftsweg durch die B3-Unterführung zur Karolinger Allee, dann weiter über den Karl-August Weg auf dem Feldweg hinter den Häusern entlang zur Hohenstaufen Allee.
  • durch die B3-Unterführung über die Ernst Naujoks Str. Richtung Kreisel, davor links durch das Gartengelände der Gartenfreunde Leimen e.V. an der alten Stadtgärtnerei und dem Hebewerk vorbei zum Kindergarten zurück.

Einstieg in den Parcour ist an vielen Stellen möglich Von der Hohenstaufen-Allee aus lohnt auch ein Abstecher zum See an der alten B3 /Auffahrt B3. Ein paar Bänke zum Ausruhen kann ich mir gut vorstellen. Viel Spaß beim Ausprobieren. Wir sind gespannt auf weitere Vorschläge von Ihnen - auch für unsere anderen Ortsteile. Auch der alte Trimmpfad im Wald könnte wieder aktiviert werden.

Wohnberatung – nicht nur für Senioren

Unter der Devise “ Heute handeln, um morgen sorgenfrei zu leben“ hat die Handwerkskammer Mannheim zahlreiche Hinweise für ein möglichst lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden zusammengefasst. Schon beim Hausbau und bei allen Um- und Ausbauten auf ausreichend breite Türen achten, Stolperfallen bei Eingangs- und Terrassentüren (barrierefrei) vermeiden, elektrisch betriebene Rollläden und Markisen vorsehen. Eine barrierefreie Dusche mit Klappsitz und Haltereling kann auch noch nachträglich eingebaut werden. Sinnvoll sind höhenverstellbare Toiletten, Waschbecken mit Sensorarmaturen und rutschfeste Fliesen. Von sicheren Treppenaufgängen über flexible Schranksysteme hin zu Kleiderlifts und höhenverstellbaren Arbeitsplatten kann die ganze Familie profitieren. Bei Fußböden und Gardinen sollte auf freundliche, pflegeleichte und hygienische Materialien geachtet werden. Mehr zu dieser Initiative der Handwerkammer Mannheim z.B. unter www.jung-wohnen-alt-werden.de und unter www.bequem-barrierefrei.de. Wir sind sicher, auch der BDS wir in seinem Monatsheft „Leimen Aktiv“ diese Thematik gerne aufgreifen.



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Integration

Auch in Leimen leben Menschen mit anderer Hautfarbe, mit anderer Herkunft, Religion und Kultur – und leben dennoch oft innerhalb ihrer eigenen Welt. Aufgabe der Kommune – im wohlverstandenen eigenen Interesse – ist es aktive Integratiospolitik zu betreiben.

Mein Leimen vernetzt sich.

Manche Migranten sehen den Staat ausschließlich in seiner beschützenden Funktion und geben sich damit zufrieden. Weil die Politik lange keine aktive Integration betrieben hat, sahen die Zuwanderer keine Veranlassung, ihr Leben zu verändern. Obwohl ihre Kinder oft sogar hier geboren sind, sind viele Menschen nicht integriert, pflegen ihre Freundschaften ausschließlich untereinander und beherrschen zum Teil noch nicht einmal die deutsche Sprache. Besonders bei der Suche nach Arbeitsplätzen erweist sich das als gravierender Nachteil.

Dem muss schon im Kindergarten entgegen gearbeitet werden. Es kann beispielsweise nicht sein, dass in Kindergärten oder Schulklassen Migrantenkinder weitgehend separiert werden. Hier müssen die Anteile von Migranten und Nicht-Migranten möglichst gemischt werden, um voneinander und miteinander zu lernen. Selbstverständlich beginnt Bildung im Elternhaus, insofern ist es auch Elternpflicht, dass die Kinder von Migranten bereits dort mit der deutschen Sprache aufwachsen.

Wenn sich sowohl Migranten als auch die einheimische Bevölkerung füreinander interessieren, sich öffnen, werden beide Seiten voneinander profitieren und weit mehr Gemeinsamkeiten erkennen, als weithin vermutet.

Darüber hinaus müssen weitere Wege beschritten werden. Sich einzubringen in das vielseitige Vereinsleben von Leimen, regelmäßige Veranstaltungen oder Feste miteinander gestalten, sich einfach an einen Tisch setzen und die Probleme ansprechen – das alles birgt Lösungen. Eine Seite allein kann nicht viel bewegen, ins Rollen kommt nur dann etwas, wenn die Initiative von allen Betroffenen ausgeht.

Die GALL ist offen für jede Anregung, jeden Vorschlag, der uns aufeinander zu führt.

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