GRÜN-Alternative LISTE LEIMEN

 
 
 

29.7.2007

Diskussion um Schwimmbad-Eintrittspreise führt zu Beleidigungen durch s.a.b. Mitarbeiter

Mitte Mai beantragte die GALL Nachverhandlungen bei den Eintrittspreisen beim s.a.b. Badepark in Leimen. Ziel war es, wenn schon nicht den generellen Preisspiegel nach unten zu korrigieren, dann wenigstens Preisermäßigungen für Kinder, Jugendliche und andere Gruppen, sowie die Einführung einer bezahlbaren Jahreskarte für Familien zu erreichen. Wir wollten und wollen vom ausdrücklich formulierten Ziel des Gemeinderates soziale Eintrittspreise beizubehalten, nicht abrücken.

Zwei kleine Erfolge konnten wir dabei erzielen. Zum einen wurde die Badezeit im Hallenbad bei gleichem Preis auf drei Stunden verlängert. Das macht es Eltern mit kleinen Kindern jetzt möglich zwischen dem Ausziehen und dem Anziehen auch ins Wasser zu kommen, ohne Aufpreis für Zeitüberschreitung zahlen zu müssen.

Zum anderen gewährt die s.a.b. Kindern innerhalb der Sommerferien an drei Nachmittagen freien Eintritt (wobei wir uns fragen, wie das organisatorisch umgesetzt wird, wenn die Tage nicht festgelegt sind, sondern vom Wetter abhängig gemacht werden). Das ist für uns ein kleiner Anfangserfolg, weil es zeigt, dass bei der Preisgestaltung noch Spielraum herrscht aber mehr auch nicht.

Bedauerlich ist bis jetzt auch die Art und Weise, wie die Nachverhandlungen abgelaufen sind, nämlich unter Ausschluss der interessierten Öffentlichkeit. Sowohl in der Junisitzung als auch in der Julisitzung des Gemeinderates stand unser Antrag zwischenzeitlich auf der Tagesordnung des öffentlichen Sitzungsteils. Beide Male wurde er abgesetzt. Lediglich auf der Verwaltungsausschusssitzung am 12.7. wurde er behandelt und Herr Heinevetter von der s.a.b. war anwesend, um unsere Fragen zu beantworten. Da diese Sitzung nichtöffentlich war, darf darüber nichts berichtet werden, außer das, was man selbst gesagt hat und das, was ohnehin schon öffentlich ist.

Ich selbst habe entsprechend unseres Antrags argumentiert und soziale Eintrittspreise angemahnt. Außerdem äußerte ich auf Grundlage der bisherigen Preisgestaltung die Vermutung, dass die s.a.b. auf Kinder und Jugendliche als Besucher wohl keinen Wert legt. Das wertete Herr Heinevetter als Angriff und entgegenete so heftig und allgemein, dass sich viele Gemeinderäte ihrerseits von ihm angegriffen fühlten. Er hat daraufhin der Verwaltung eine E-Mail geschrieben (die dem Gemeinderat in der letzten Sitzung vorgelegt wurde), in der er sich bei den meisten Mitgliedern des Gemeinderates für seine Ausführungen entschuldigt. Zitat: „...In diesem Sinne möchte ich alle Mitglieder des Gemeinderates, die sich von mir angegriffen gefühlt haben um Entschuldigung bitten. Dies war nicht meine Absicht. Ich habe in Sachen „Politisches Parkett“ dazugelernt. Diese Entschuldigung gilt nicht für Herrn Frühwirt. ...“

Ich habe dazu schon in der Gemeinderatssitzung die Vermutung geäußert, dass ich diese Sonderbehandlung wohl der Tatsache zu verdanken habe, dass ich mit unserer Kritik ins Schwarze getroffen habe. Diese halten wir auch weiterhin aufrecht. Vielleicht ist Herr Heinevetter ja nicht nur in Sachen politisches Parkett lernfähig, sondern auch in Sachen sozialer Eintrittspreise. Wir werden auf jeden Fall an der Thematik dran bleiben, auch wenn sich Herr Heinevetter uns gegenüber zu weiteren Ausfälligkeiten hinreißen läßt.

Ralf Frühwirt

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