GRÜN-Alternative LISTE LEIMEN

 
 
 

13.8.2008

Landschaftsschutzgebiet erforscht

Am 25. Juli 2008 trafen sich im Rahmen des Ferienprogramms 23 junge Forscherinnen und Forscher im Alter von 8 bis 12 Jahren auf dem Rathausplatz in Leimen. Dort erwarteten sie die GALL-Stadträte Ralf Frühwirt und Siegward Jäkel. Nachdem das Gepäck im Fahrradanhänger von Stadtrat Jäkel verstaut war, ging es los. Zwei Kinder zogen den Anhänger, drei schoben hinten und weil das soviel Spaß machte, erreichte der Forschungstrupp ein zügiges Marschtempo.

Im Landschaftsschutzgebiet südlich des Otto-Hoog-Stadions wartete schon Christa Hassenpflug, die für die Verpflegung der Forscher zuständig war. Das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe, das uns als Basisstation dienen sollte, konnten wir jedoch nicht finden. Erst ein Anruf per Handy klärte die Sache auf: Das Ökomobil wartete etwa 150 Meter weiter auf dem Parkplatz des Reitvereins. Da das Gelände von einem tiefen Graben durchzogen war, mussten wir noch einen langen Umweg machen, bis wir endlich das Ökomobil sahen.

Wir wurden von Dr. Daniel Baumgärtner, dem Leiter des Ökomobils, der FÖJlerin Lena und dem Zivildienstleistenden Christopher begrüßt. Doch leider hatten sie eine schlechte Nachricht für die Forscher. Um zum Ökomobil zu gelangen, musste noch ein tiefe Schlucht überwunden werden. Es wurde beschlossen, die Schlucht mit einer Hängebrücke zu überwinden. Zum Glück hatte das Ökomobilteam etwas Baumaterial mit: 14 knapp einen Meter lange und armdicke Erlenholzstäbe. Die Stäbe wurden jeweils links und rechts von einem Kind gehalten und fertig war die Brücke. Die Köpfe der Kinder bildeten das Geländer. Die Brücke schaukelte bei der Überquerung gefährlich und zwei Forscher fielen in die Schlucht, aber zum Glück hat sich niemand verletzt.

Da sich die Kinder noch nicht alle kannten, wurden Fragebögen verteilt. Jedes Kind erhielt einen Bogen auf dem 14 Fragen wie „Wer war schon einmal im Meer baden?“, „Wer hat ein Haustier?“ oder „Wer kann drei verschieden Fische nennen?“ standen. Es galt, 14 verschiedene Personen zu finden, die jeweils eine Frage mit „Ja“ beantworten konnten und sich das durch ein Autogramm auf dem Fragebogen bestätigen zu lassen.

Dann ging es ins Ökomobil, das 24 mit Binokolaren (Stereoauflichtmikroskopen) ausgestattete Arbeitsplätze hat. Es wurden Forscherteams von jeweils drei bis vier Kindern gebildet. Doch bevor es ans Forschen ging, mussten die Kinder ein harte Ausbildung absolvieren. Zuerst ging es darum, zu lernen, ganz leise zu sein. Dann wurde ein empfindlicher Papierball herumgereicht, und der durfte keine Dellen bekommen. Als der Ball durch alle 23 Händepaare gegangen war, hatte er fünf Dellen. Daniel erklärte, das wir leider keine Insekten erforschen könnten, da sie genauso empfindlich sind wie der Papierball und wenn der Papierball Dellen bekommt, dann würden den Insekten die Beine brechen, wenn man sie genauso unsanft in die Hand nimmt. Da die Kinder jedoch gerne auch Insekten erforschen wollten, gab es eine zweite Chance. Noch vorsichtiger wurde der Ball von Hand zu Hand gereicht und diesmal waren keine nennenswerten Dellen nachzuweisen.

Zuerst musste Material für die Forschung beschafft werden. Jedes Team erhielt einen Korb und es galt folgendes zu finden:

  • zwei blühende Pflanzen
  • eine Tierspur
  • etwas, das gut riecht
  • 33 gleichartige Dinge

Nachdem alles gesammelt war, wurden die gesammelten Objekte unter den Binokularen ausgiebig untersucht.

Da Forschen hungrig und durstig macht, gab es anschließend eine Pause mit Säften, Wasser, Laugenstangen und Pflaumen. Dann wurden Insekten in kleinen Plastikgefäßen gefangen und Daniel zeigte einige davon mit einem an ein Mikroskop angeschlossenen Beamer. Die gefangenen Insekten wurden danach wieder freigelassen. Da es so viel zu sehen gab, haben wir die Zeit etwas überzogen, so dass die Eltern leider etwas warten mussten, weil wir zwanzig Minuten verspätet, aber glücklich und zufrieden am Rathausplatz ankamen.

Die Bilder zu dieser Veranstaltung gibt es hier.

Siegward Jäkel

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