Umweltschutz

Umwelt- und Klimaschutz fängt in der Kommune an

von Ralf Frühwirt, April 2014

Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind ein hohes Gut, dem man durch Unachtsamkeit oder unsachgemäße Behandlung großen und langfristigen Schaden zufügen kann. In den vergangenen Jahrzehnten musste mit großem, auch finanziellen Aufwand die Folgen von saurem Regen oder dem Ozonloch bekämpft werden, weil nicht rechtzeitig umgesteuert wurde.

Heute stehen wir vor der ungleich größeren Problematik des Klimawandels. Hier gilt es auf allen Ebenen, von internationalen Vereinbarungen bis in jeden Haushalt hinein Möglichkeiten zu ergreifen, der Erwärmung unseres Planeten etwas entgegen zu setzen. Natürlich muss das auch auf kommunaler Ebene passieren. Vor allem beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden ist darauf zu achten, dass möglichst wenig Energie gebraucht wird (= Passivhausstandard wo immer möglich) und dass diese Energie regenerativ erzeugt wird. Gerade in einem Verdichtungsraum müssen wir dafür sorgen, dass die verbliebenen natürlichen Landschaften unzerschnitten erhalten bleiben, dass Biotopvernetzungen voran getrieben werden und bei allen unumgänglichen Eingriffen der Artenschutz beachtet wird.

Die GALL hat in der vergangenen Wahlperiode die große Streuobstwiese in St. Ilgen mit durchgesetzt, ein Vorzeigeprojekt für Extensivierung und Artenschutz. Im Leimener Wald entstehen kleine Baumgruppen, die aus der Bewirtschaftung genommen werden und so in den natürlichen Kreislauf von Wachstum und Verfall übergehen. Zwei Beispiele, die ermutigen, aber mehr muss folgen!

BürgerEnergiegenossenschaft

Solarenergie ist heute eine feste Größe im Energiemix.Klimawandel vor Ort bremsen, durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Dieses Anliegen trägt die BürgerEnergie­genossenschaft Leimen (BEG). Dass dieses langersehnte Ziel im vergangenen Jahr umgesetzt werden konnte, dafür hat die GALL viel getan. Heute hat die Genossenschaft ihre Arbeit aufgenommen und produziert auf zwei Dächern Solarstrom. Ansätze, auf die man aufbauen kann. Für die Zukunft gilt es nun, unsere Mitgliederbasis zu erweitern, und damit auch die finanziellen Grundlagen, so dass weitere Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Zu unserem Fernziel, Leimen zu einer energieautarken Stadt zu machen, kann die BEG dann einiges beitragen und alle profitieren davon.