Radwege & Mobilität

Leimen und Umgebung muss noch Fahrrad freundlicher werden!

von Christa Hassenpflug, April 2014

Es wurden zwar in den letzten Jahren einige Maßnahmen zur Verbesserung der Radwege durchgeführt, wie zum Beispiel die Querung der Rohrbacher Straße am Nordausgang von Leimen, aber diese reichen bei weitem nicht aus, um in Leimen das Fahrrad fahren attraktiver zu machen. Schlechte Wege, wie z.B. durchs Feld nach St. Ilgen, Übergänge von einer auf die andere Straße, bei denen man aus dem Sattel steigen muss, damit man nicht vom Fahrrad katapultiert wird, Umwege oder gefährliche Streckenführungen halten den einen oder die andere davon ab, aufs Fahrrad umzusteigen. Dabei könnten sicher viele täglichen Fahrten, auch die zur Arbeit, mit dem Fahrrad erledigt werden, da die geographische Lage von Leimen ideal dafür ist.

Doch auch der Radwegeausbau ist teilweise mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden und wird gerne von der Stadt und dem Landkreis als zweitrangig angesehen, so dass es Jahre dauert, bis allein der Weg nach St. Ilgen über die Felder oder der Geh- und Radweg am Nordausgang von Leimen saniert wird. Dabei gibt es noch viele wünschenswerte und notwendige Maßnahmen, um das Radfahren sicherer zu machen. Hier nur einige Beispiele: ein Fahrradweg auf der Brücke Richtung Schwetzingen über die Bahntrasse, ein Radweg nach Nußloch entlang der L594 und eine Radspur auf dem ehemaligen Parkstreifen zwischen Stralsunder Ring und Kanstraße. Am Ende profitieren aber alle davon. Weniger Verkehr, weniger Parkplatzbedarf, weniger kaputte Straßen, dafür mehr gesunde Menschen und kein Gedrängel an der Tankstelle.

Auch für die öffentliche Hand dürfte es sich langfristig rechnen, Radwege anzulegen, damit sich möglichst viel Verkehr auf das Rad verlagert, als andauernd die durch den motorisierten Verkehr in Mitleidenschaft gezogenen Straßen ausbessern zu müssen.

 

Öffentlicher Nahverkehr

Nachhaltige Mobilität braucht einen vernünftigen Mix aus allen Verkehrsmitteln. Hier haben wir in Leimen in den letzten Jahren – auch auf Drängen der GALL – deutliche Fortschritte erreicht. Da künftig immer mehr Menschen den ÖPNV nutzen werden, muss dieses Angebot auch in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden.

Verbesserungen brauchen wir derzeit vordringlich in der zuverlässigen Einhaltung der Fahrpläne (!) sowie in einer funktionierenden Anbindung in den Schnittstellen. Auch der Behinderten gerechte Ausbau der Haltestellen im Stadtgebiet muss weiter vorangetrieben werden.