Bildung

Unsere Schulen müssen dem Bedarf gerecht werden

von Christa Hassenpflug, April 2014

Auch in Leimen ist die Schullandschaft schon seit einiger Zeit im Umbruch. Etwa die Hälfte der  Leimener Grundschüler besucht nach der 4. Klasse ein Gymnasium in Heidelberg oder Sandhausen. Die Haupt- und Werkrealschule an der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in St. Ilgen ist für viele nicht mehr attraktiv genug, trotz kleiner Klassen. Vor der gleichen Situation stehen auch die Schulen in Nußloch, Sandhausen und Walldorf. Der regionale Schulentwicklungsplan geht davon aus, dass in dieser Region für die ca. 300 Schüler, die nicht ins Gymnasium gehen, insgesamt 3 Schulen benötigt werden. In Leimen und Walldorf gibt es zwei Realschulen, die ausgelastet sind. Es wird also noch eine dritte Schule benötigt. Weil Leimen nur für etwa 100 der ca. 250 Schüler eines Jahrgangs ab Klasse 5 einen Platz an der Realschule in Leimen Mitte anbieten kann, ist es aus Sicht der GALL notwendig in St. Ilgen eine zukunfts­fähige weiterführende Schule einzurichten.

Die Schulleitung und das Kollegium der GSS haben schon vor einem Jahr ein Konzept zur Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule erarbeitet, um den Schulstandort St. Ilgen zu erhalten. Sie könnte mit ihrem Konzept und als Ganztagesschule breitere Schülerschichten ansprechen und wäre eine wichtige und notwendige Bereicherung des Schulangebots im Umkreis von 5 km. In der GSS ist es zunächst ohne größere Umbaumaßnahmen möglich, Mittagessen, auch für die Grundschüler, anzubieten. In den Folgejahren müssen allerdings die Gebäude saniert und erweitert werden, was Investitionen in Millionenhöhe erfordert. Es wäre aber ein Armutszeugnis, wenn eine Große Kreisstadt nicht in der Lage ist, genügend Schulen für alle Schüler zu unterhalten und sie deshalb zwingt, in die Nachbargemeinden und Städte zu gehen. Deshalb setzt sich die GALL für den Erhalt der GSS in St. Ilgen ein und unterstützt die Bemühungen des Kollegiums zur Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule.