[Start] [Aktuelles] [Grüne Rundschau] [Presse] [Archiv] [Kontakt] [Links]

Petra Scheurig legt ihr Mandat als Gemeinderätin nieder

Unsere Fraktionskollegin Petra Scheurig hat sich entschlossen, aus gesundheitlichen Gründen ihr Gemeinderatsmandat niederzulegen und schließt damit elf schöne und erfolgreich Jahre als Stadträtin ab. Wir Fraktionskollegen mögen ihre Entscheidung bedauern, verstehen und respektieren sie jedoch.

Frau Scheurig engagierte sich schon vor ihrer Zeit bei der GALL in der Kommunalpolitik. So setzte sie sich beispielsweise Anfang der 90er Jahre im Elternbeirat des Thiele-Winkler-Kindergartens gegen die Änderung der Kindergarten-Richtlinien ein. Zur GALL stieß Frau Scheurig im Zuge der Gemeinderatswahl 1994 und wurde dann auch gleich in den Gemeinderat gewählt.

Die berufstätige Mutter dreier kleiner Kinder wandte sich mit Elan und Neugier der Gemeinderatsarbeit zu. Statt sich von diesem „erlauchten“ Gremium einschüchtern zu lassen vertrat sie unerschrocken und konsequent ihre Meinung. Dabei war sie durchaus auch traditionsbewußt, was einige Herren des Gemeinderates bei einer Sitzung am „Schmutzigen Donnerstag“ erfahren mußten, als Frau Scheurig ihnen die teuren Seidenkrawatten mit einer Schere kürzte. Seit dieser Zeit fand nie mehr eine Gemeinderatssitzung in der Fastnachtswoche statt.

Ihr besonderes politisches Anliegen war die Verbesserung der Verhältnisse in den Kindergärten und ihr Kampf gegen die Anhebung der Kindergartengebühren. Die Gleichberechtigung von Frauen auf allen Gebieten liegt ihr am Herzen. Dank ihrer Initiative wurden in den letzten Jahren bei der Namensgebung von Straßen, die nach Persönlichkeiten benannt wurden, nur Frauen berücksichtigt. Einzige Ausnahme ist der „Willi-Brandt-Platz“ In der lokalen Agenda in Leimen wirkte sie von Anfang an mit. Zum Beispiel gäbe es die „Putzparty“ in Leimen und das Patenkreisprojekt zur Berufsfindung für Hauptschüler an der Geschwister-Scholl-Schule ohne sie nicht.

Umweltbewußte und verantwortungsvolle Lebensweise sind für sie nicht nur Thema für Gemeinderatsdebatten, sondern ist Teil ihres Lebens. Vielleicht zieht sie daraus ihre positive Einstellung zum Leben , mit der sie begeistern und mitreißen kann. Wir bewundern die Kraft, mit der sie ihre Krankheit trägt und den Menschen ihres Umkreises zum Vorbild gereicht.

Politisches Engagement, insbesondere für die Belange von Frauen, Kindern und sozial benachteiligten, sowie ein mitreißender Optimismus und menschliche Wärme prägen ihre Arbeit in der Fraktion. Als aktives Gemeinderatsmitglied wird sie uns fehlen.