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Hochwasserschutz in St.Ilgen

Das bestimmende Thema der letzten öffentlichen Sitzung war die Frage, ob es ein Risiko gibt, dass St.Ilgen überschwemmt werden könnte, weil der Damm des Leimbaches brechen, bzw. weil Starkregen nicht mehr ausreichend abgeleitet werden kann. Wir kamen zum Ergebnis, dass ein Risiko vorhanden ist, und dass die Bevölkerung auf dieses Risiko hingewiesen werden muss.

Die Gewässerdirektion Nördlicher Oberrhein hat im Internet folgende Information veröffentlicht:

1991 wurde eine Studie erstellt, welche ergab, dass es bei starken Niederschlägen die Gefahr von Überschwemmung, auch in St.Ilgen, gibt, und dass die bestehenden Dämme auch bei uns im Ort in einem sehr schlechten Zustand sind und Deichbruchgefahr besteht. Im Falle eines Deichbruches würden auf Grund der flachen Geländeverhältnisse große Flächen überflutet werden. Auf der Grundlage dieser Studie wurde ein Hochwasserschutzkonzept erstellt, welches zur Zeit umgesetzt wird. Ein Hochwasserrückhaltebecken ist bereits fertig gestellt, und zur Zeit wird an den Dämmen des Hardtbaches gearbeitet. Später wird der Unterlauf des Leimbaches umgestaltet werden.

Da es jedoch noch einige Jahre dauern wird, bis diese Maßnahme fertig gestellt ist, gibt es in diesem Zeitraum das Risiko, dass doch einmal der Damm des Leimbaches bricht und St.Ilgen überschwemmt wird.

Wenn dieses Risiko sehr groß wäre, dann würde sicher die Stadtverwaltung die Bevölkerung warnen. Wenn aber das Risiko überhaupt nicht vorhanden wäre, dann würde die Gewässerdirektion nicht veröffentlichen, dass Dammbruchgefahr besteht, und es würden auch keine Gelder für Maßnahmen bereitgestellt werden. Das Problem ist, dass wir eine Sicherheitslücke haben, bis der Damm des Leimbaches umgestaltet ist.

Anfang Juni 2003 brach zwischen Walldorf und Nussloch der Damm des Hardtbaches auf 15 Metern Länge und machte aus einer Wiese einen See. Wenn der verursachende Regenguß in St.Ilgen niedergegangen wäre, dann hätte durchaus der Damm des Leimbaches brechen können. In der Sitzung besprachen wir weiter, dass in den letzten 100 Jahren der Damm schon mehrmals gebrochen ist, und dass sich der Bürger auf dieses Risiko einstellen sollte, indem er in seiner Wohngebäudeversicherung bei der Elementarversicherung das Risiko der Überschwemmung mitversichern läßt, bzw. sich allgemein sachkundig macht, welche Möglichkeiten er hat, sein Eigentum zu schützen, ohne dass er übertriebene Aufwendungen macht.

Eine große deutsche Versicherung stuft Teile von St.Ilgen in Kategorie 2 ein, was eine größere Gefährdungsstufe als 1 darstellt. Gefährdungsstufe 3 ist z.B. bei dieser Versicherung nicht versicherbar.

Wenn in einem Wohnraum Wasser auch nur einige Zentimeter steht, dann sind die Schäden erheblich, und wenn man keine Versicherung und auch sonst keine Vorkehrungen getroffen hat, dann sind die materiellen Werte und die Dinge, welche man sich mit viel Liebe in Jahren geschaffen hat, innerhalb von kurzer Zeit vernichtet.

Im Internet ist von behördlicher Seite her sehr viel Information zu diesem Thema zu finden. Die GALLeimen bittet deshalb die Bürger, sich zu informieren und selber zu prüfen, ob sie gefährdet sind und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

nternetadressen:

www.4gwd.de/karlsruhe

www.Ikone-online.de

www.bmvbw.de nach Hochwasserschutzfibel suchen

Ingrid Hörnberg