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Bedingungen für Fußgänger in der Oberen Straße
Unter diesem Motto fand eine Begehung der "innerörtlichen Umgehung" durch die GALL statt.
Zum Zeitpunkt der Begehung (Freitag, 11 Uhr) haben wir nur an einer Stelle starken Fußgängerverkehr festgestellt: Auf der Verbindung vom Rathaus zur Nordseite der Heltenstraße. Genau an der Stelle, wo für Fußgänger die direkteste Überquerungsmöglichkeit über die Obere Straße besteht, wurde ein Geländer montiert (siehe Foto). Dadurch werden die Fußgänger gezwungen, entweder weiter rechts oder links die Straße zu überqueren (oder über das Geländer zu steigen). An der Hausecke Heltenstraße 1, ziemlich in der Mitte des Geländers, können die Füßgänger den Verkehr in beide Richtungen beobachten, an den Enden des Geländers, dort die Straße dann überquert wird, jedoch nur jeweils in einer Richtung. Vermutlich sind die Planer dieses Geländers davon ausgegangen, dass die Fußgänger den beampelten Überweg zwischen Schule und Mauritiuskindergarten benutzen werden. Das ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da er sich viel zu weit weg von der Heltenstraße befindet. Das Geländer hindert die Fußgänger also daran, den direktesten und unserer Meinung nach sichersten Weg zu benutzen.
In diesem Bereich sollte in jedem Fall eine gute Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger geschaffen werden, da hier der stärkste Fußgängerverkehr fließt. Ideal wäre ein Zebrastreifen genau an der Stelle, an der sich jetzt das Sperrgeländer befindet. Die zweitbeste Lösung wäre ein Zebrastreifen zwischen den Schaufenstern mit den Braukesseln der Brauerei und der Rückseite des Gasthauses Krone.
Beiden Lösungen werden jedoch vermutlich nur schwer zu realisieren sein, da dem fließenden Kraftfahrzeugverkehr immer noch ein höherer Stellenwert als dem Fußgängerverkehr eingeräumt wird. Im Mindesten sollte jedoch das Geländer entfernt werden, damit die Fußgänger hier die Straße (wenn auch wartepflichtig) überqueren können.
Eine weitere Stelle mit zeitweise starkem Fußgängerverkehr ist durch eine Ampel vorbildlich abgesichert: Die Verbindung zwischen Schule und Mauritiuskindergarten. Die Ampel ist richtig beschaltet: Es dauert nur kurze Zeit zwischen dem Druck auf den Knopf und der Grünphase für Fußgänger.
Dort wo die Obere Straße zum Bärenpfad hin abknickte, wurde eine Treppe für Fußgänger errichtet. Auf der anderen Straßenseite wurde ebenfalls eine Treppe zur Klostergasse hin gebaut. Die Treppen hätten ohne Problem so gebaut werden können, dass sie genau gegenüber enden. Da die Treppen aber in entgegengesetzte Richtungen verschwenkt sind, müssen die Fußgänger, die die Treppen benutzen, einen Umweg laufen.
Fußgänger, die die neue Straße an der Ampel an der Rohrbacher Straße überqueren wollen, müssen auch einen (kleinen) Umweg gehen, da der Überweg nicht der Linie des Fußweges folgt, sondern von der Straßenbahn weg verschwenkt ist. Vermutlich konnte durch diese Maßnahme die Grünphase für die Fußgänger verkürzt werden.
Die Bezeichnung "innerörtliche Umgehung" weist schon darauf hin, dass diese Straße für den Autoverkehr geplant wurde. Fußgänger, mit Ausnahme der Schul- und Kindergartenkinder, wurden bei dieser Planung nur am (Straßen-)Rand berücksichtigt. Diese schlechte Vorgabe darf uns aber nicht daran hindern, eine gute Lösung für den Fußgängerverkehr zu finden.
Siegward Jäkel