Begehung des Hochwasserrückhaltebeckens in Gauangelloch und des Leimbachs in St. Ilgen mit Umweltminister Franz Untersteller

Das Hochwasserrückhaltebecken nördlich von Gauangelloch ist eine wichtige Maßnahme, um den Stadtteil vor den zunehmenden Hochwassergefahren zu schützen. Gleiches gilt für die Renaturierung und Tieferlegung des Leimbachs in Bezug auf St. Ilgen, das bei einem 100 jährigen Hochwasser zum großen Teil unter Wasser stehen würde.

„Klimaschutz muss in der Kommune beginnen“, sagte Sahin Karaaslan bei einer gemeinsamen Begehung von Gauangelbach und Leimbach mit Landesumweltminister Franz Untersteller und MdL Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr am 24.2. „Deshalb werde ich einen Focus meiner Arbeit als OB darauf legen, dass wir hier in Leimen auf diesem Gebiet deutlich voran kommen.“

Was der Klimawandel gerade für Leimen bedeutet wurde bei der Begehung mit Minister Untersteller und Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr deutlich. Am Hochwasserrückhaltebecken in Gauangelloch erläuterte der technische Geschäftsführer des AHW Herr Zöllner, dass Baden-Württemberg 2013 als Elbe und Donau über die Ufer traten nur knapp einer Katastrophe entgangen ist und dass das Becken in Gauangelloch bereits ein 50jähriges Hochwasser erlebt und bewältigt hat.

Minister Untersteller erläuterte die Veränderungen in der Finanzierung des Hochwasserschutzes seit der übernahme der Regierungsverantwortung durch Grün-Rot. Zunächst wurden die Mittel von 25 Mio. auf 53 Mio. aufgestockt und damit mehr als verdopplet. Außerdem wurde entschieden diese wichtige Aufgabe nicht mehr aus dem Haushalt zu finanzieren, sondern den Wasserpfennig dafür zu veerwenden. Vorteil ist, dass dieser große Posten im Etat des Ministeriums seither nicht mehr als finanzieller Steinbruch verwendet werden kann, sondern unabhängig von konjunkturellen Schwankungen stabil bleibt.

Von Gauangelloch begab sich die Gruppe dann nach St. Ilgen, um Nahe des Hauffweges die Planungen zur Renaturierung des Leimbachs zu diskutieren. Unter anderem auch mit Simone Janas vom NABU, denn der Umweltverband begleitet die Planungen aus Naturschutzsicht.

„Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig mit mehr Niederschlägen im Winter rechnen, und die werden mehr als Regen, denn als Schnee kommen“, wieß der Minister auch an dieser Stelle auf die Dringlichkeit der Maßnahmen hin.

Simone Janas erläuterte die Vorhaben am Leimbach zwischen Nußloch und Sandhausen, wo die Sohle um bis zu 1,5 Meter abgetragen werden soll, damit werden die unnatürlichen Wälle überflüssig und der Bach damit wieder erlebbar. Die Hochwassergefahr wird durch Retentionsflächen z.B. in Nußloch weiter reduziert, wobei sie betonte, dass weitere Flächen aus Sicht des Naturschutzes durchaus erwünscht sind.

Sahin Karaaslan hegte die Hoffnung, dass diese wichtige Maßnahme in seiner ersten Amtsperiode als OB zum Abschluss kommt, und – sollte er die Chance von den Bürgerinnen und Bürgern bekommen – dass er sein möglichstes dazu tun werde, das Thema voran zu bringen.

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